Lavendelöl - oleum lavendulae
Unter Lavendelöl versteht man ein ätherisches Öl, das aus den Blüten der Lavendelpflanze gewonnen wird. Es trägt den Namen oleum lavandulae.

Die verwendeten Lavendelarten sind Lavendel angustifolia, Lavendula latifolia und ein Hybrid aus L. angustifolia und L. latifolia, der Lavandin genannt wird. Diese Lavendelarten werden hauptsächlich in Spanien und Südfrankreich angebaut. Das Öl ist farblos bis schwach gelblich gefärbt, hat eine dünnflüssige Konsistenz und einen charakteristischen Geruch nach Lavendel.
 
Das spezifische Gewicht beträgt 0,876-0,892 und der Siedepunkt liegt bei 185 bis 188 Grad. Das Lavendelöl setzt sich aus Linalool, Linalylacetat, Ocimen und Terpinen-4-ol zusammen. Je höher der Linalylacetatanteil ist, desto besser ist die Qualität des Öles. Die Herstellung des Öles erfolgt mittels einer Wasserdampfdestilation der Lavendelblüten.
 
Die medizinische Wirkung des Lavendelöls ist beruhigend und krampflösend. Da es rheumatische Beschwerden lindert, wird dieses Öl oft als Zusatz in Heilbädern angewendet. Zur Therapie von Insektenstichen, Sonnenbrand und kleineren Verbrennungen kann Lavendelöl unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden, da es nicht reizend ist. Auch die Schlafqualität und das Einschlafen wird durch Lavendel günstig beeinflusst. Hier eignen sich Duftsäckchen auf dem Kopfkissen, die Raumbeduftung mittels eines Zerstäubers, das Auftragen des Öls auf das Gesicht und die Einnahme eines Lavendeltees. Desweiteren besitzt das Öl bakterienabtötende Eigenschaften, besonders wirksam ist es in der Therapie von Candida albicans, E. coli und Staphylococcus aureus.